
Ende gut, alles gut ... beginnen wir also mit dem Ende.
19:30 erklingen Töne im Innenhof. Das Duo CRESCENTI spielt. Lateinamerikanische Musik. Viele tanzen, wiegen sich im Klangbad, ein wohliges Musikgefühl. Weil es einfach wohl tut, gut zusammenpaßt nach dem Buffet. Die Küche hat heute Gutes geleistet. Die Sonne verabschiedet sich langsam, der Abend ist noch lange nicht zu Ende, aber er beginnt fein und er wird genau so gut und zufrieden enden.
Es gibt viele Gespräche. Irgendwie ist langsam Abschied angesagt und viele viele Menschen haben sich vorher noch etwas mitzuteilen. Das Interesse aneinander ist sehr angenehm. Die Tische stehen einzeln im Hof. Mit und ohne Bier, mit und ohne Essen, mit und ohne achwasweissich hoppt mann/frau von Tisch zu Tisch, von Gespräch zu Gespräch. Crescenti untermalt, Crescenti bringt Bewegung. Das Essen, die Getränke sind über alle Zweifel erhaben.
Aber wie könnte das auch anders sein an diesem Abend. War doch die Sonne uns hold zum Abschlußtag. Sie schien was das Zeug hielt. Angefangen hat alles mit dem Großreinemachen der Ateliers, dem Aufbau det Arbeiten, der Vernetzung von Kursen. Großformatige Bilder in der Bildhauerhalle zwischen Objekten, Steinen, Holz etc.
15:00
Eröffnung oben bei Andrea Goost. Stefanie Gather und Andrea Heidekorn führen ein in den Rundgang. Urplötzlich fällt mit lautem Knall eine Säule zu Boden. Huiii ... warten ... ??? ... war nur jemand drangestoßen? Es klang wie der Auftakt zu einer Performance. Die erklang dann in rhytmischem Rasseln, Klingen und Hämmern, inszeniett durch die inmitten der Zuschauer versteckten Kursteilnehmern.
Next stage: Der Bildhauerkurs von Philippe Marchand. Mit "d" am Ende! Gute Steine waren zu bewundern. Die Alabaster machten einmal mehr eine Jamsession mit den Sonnenstrahlen. Glattpoliertes brillierte neben unberührtem. Der uralte Stein in neuem Gewand. Nie war er so jung wie heute. Auch hier waren Wände behängt mit Malereien, ergänzt zusätzlich durch Angelika Stolze-Caster's Lesung "Der Stein". Manchem Stein wurden Flügel verliehen, hatte doch das Engel-Thema sich aus dem ersten Teil der Sommerakademie durchgeschlichen in den zweiten Teil. Auch hier fand eine überaus sinnvolle und kunstvolle Umsetzung statt nicht nur im Stein sondern auch in Kohlezeichnungen statt. Sehr kraftvoll. Inspieriert durch die Photoserie mit Hannah, Sie wissen schon: dem Wunsch-Engel.
Kinderkurs, Kinderübermut, Kinderbrotbackofen, Kinderlinoldruck, Kinderkurs, Kinderkram bei Tobias K. und Imke B. Und extra für Sie ist in dem K..., K..., K...satz ein wahrlich unzutreffendes Wort verloren. Nur einem kam das alles als Kinderkram vor. Kolja Koch schnupperte in die Malkurse rein, vor allem in den Großformatkurs. Und der junge Herr Koch möchte daann im kommenden Jahr endlich die Riege der Erwachsenen verstärken nach unendlichen Jahren des Kindseins. Ja, er ist dann immerhin fast 12 Jahre alt. Alt und jung genug zum Aufsaugen.
Pressetermin beim Künstler vor Ort. Redakteurin und Fotograf lassen sich das Konzept erläutern. SchwarzWeissPortraits. Nein, nicht einfach so. Der Fotograf wirft einen Blick auf die Werke. Er scheint interessiert. Bis er dann die Tele-Linse zückt und in einen kleinen unausgesprochenen Wettbewerb eintritt. Portrait des K.v.O. neben einem seiner Portraits. Na dann mal ran. Fotograf lichtet Photograph ab. Kein wirklich "unspannender" Moment ...
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Andrea Heidekorn, die wenig später vor einem großen Publikum meine Ausstellung eröffnen wird mit einer freudig verständlich dargebrachten Eurythmie, eingehend auf mein Werk. Danke, Andrea!
Derweil zieht die Karawane weiter. Von den Kindern ins ZAK, zum MedienMix, zum Malkurs von Dora Seaux. D"ora" et labora". Und zum guten Schluß noch zu Corinna Krebber's & Tomek Wendland's Kurs Grossformatige Malerei, der sich mittlerweile in 3 Räumen etabliert hat.
Doch hierüber vermag ich selbst nichts zu berichten, durfte ich mich doch ... siehe oben ... vom Fotografen knipsen lassen ...
Vielleicht noch daß in Tomek's Kurs die "Malerei mit der Schaukel" ihre Kreise gezogen hat und TeilnehmerInnen einfach zu noch mehr Freude und inspirativem Tun verleitet hat. Glücklich sahen sie aus bei der Präsentation. Ebenso wie der 11-jährige Kolja Koch, der unter großem Beifall seine Werke präsentierte. Eine bemerkenswerte Ausnahme !
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